Referenzen

Beispielfirmen aus Brandenburg

Zitate aus unserer am Ende des EQUAL-Projektes entstandenen DVD, die als Fotofilm eindrucksvoll Klima und Emotionen aus beteiligten Unternehmen darstellt.

(Autor: Klaus Ihlau, Fotograf Maik Goltz )

Meyenburger Elektrobau GmbH

Vor 50 Jahren als PGH gegründet hat sich MEB nach der Wende als ziemlich großes Elektrobauunternehmen in der strukturarmen Prignitz nicht nur gut gehalten, sondern sehr gut entwickelt.

Entscheidend waren dafür der Mut zum Risiko des Geschäftsführers und die gute Personalentwicklung. etwa 50 % der Mitarbeiter kommen aus den eigenen Reihen, Weiterbildung erfolgt ständig. Ehemalige Lehrlinge haben es jetzt schon bis zum Bauleiter oder Bauführer gebracht.

Es wurde immer wieder investiert, anstatt Mittel herauszuziehen.

Die ständige Weiterentwicklung und der faire Umgang miteinander haben  wesentlichen Anteil daran, dass jetzt Millionenprojekte gehändelt werden können.

Der langjährige Geschäftsführer Wolfgang Pförtner, der  jetzt  seine Verantwortung abgegeben hat und im wohlverdienten Ruhestand ist, sagte:

„Es ist auch so angenommen worden, dass man fair miteinander umgeht.

Das war nicht von Anfang an so, aber wenn man von oben so anfängt, kommt es auch irgendwann unten wieder an.“

Geschäftsführer Gert Altenburg:

„Wir probieren das ganz eindeutig auf „ordentliche“ Art und Weise, auf menschliche Art und Weise  zu bauen. Deswegen haben wir aber auch im Laufe der Jahre gewisse Erfolge erreicht, so dass wir gerne gesehen sind….“

Berufsförderungswerk Berlin/Brandenburg e.V.

Berlin, Mühlenbeck in Brandenburg.

Das Berufsförderungswerk Berlin/ Brandenburg e.V. hat als eines von deutschlandweit 26 mit seinen Standorten in Charlottenburg seit 37 Jahren und in Mühlenbeck seit 15 Jahren schon vielen behinderten Erwachsenen eine neue berufliche Zukunft gegeben. sehr sozial engagiertes Unternehmen,  erfahrene Mitarbeiter, Freude an der Arbeit, zufriedene Teilnehmer.

Das allein reicht aber dann nicht aus, wenn sich die Erwartungshaltung der Geldgeber ändert. Für jeden Teilnehmer nicht nur eine gute Ausbildung, sondern einen Arbeitsplatz: das ist eine gewaltige Herausforderung. Da ist in erster Linie die die Führung gefragt.

Andreas Braatz , Geschäftsführer:

„Persönlich habe ich ein konkretes Bild vom BFW vielleicht

2010- 2012 vor Augen, ich werde alles daran setzen, die Grundlagen dafür zu schaffen, dass wir die Mitarbeiter mitnehmen und mitziehen können , es nützt nichts  wenn die Mitarbeiter andere Ziele verfolgen, als das was das Haus, das Unternehmen verfolgen muss… Man darf nicht vergessen, man ist immer noch Mensch, man hat mit Menschen zu tun.“

Ingenieurbüro Willmann Brandenburg/Havel

Herr Peter Willmann hatte trotz fortgeschrittenen Alters den Mut nach der Wende hier in Brandenburg an der Havel ein eigenes Familienunternehmen zu gründen. Er hat es mit viel Gefühl für Kunden und Mitarbeiter geführt und 2001 an seine Tochter übergeben. Sie führt die Tradition fort und legt Wert auf  Vertrauen und gegenseitige Achtung. Das Unternehmen hat alle Krisenzeiten überstanden und ist jetzt in einer guten wirtschaftlichen Situation. Dabei hat ihnen geholfen, faire Angebote zu machen, Qualität in den Vordergrund zu stellen. Sie finden zunehmend die seriösen Kunden, die diese Leistungen haben und auch bezahlen wollen. Es geht nicht um immer schneller und billiger…

Haike Lehmann, Geschäftsführerin:

„In einem gewissen Umfang kann man sich schon seine Kunden aussuchen. Wenn man bemerkt, dass jemand absolut unseriös ist auf dem Gebiet d.h. Leistung zu einem Drittel Preis haben möchte, aber 100 % Leistung, dann finden wir uns auch nicht wieder im Vertrag. Das Schönste ist, wenn ich frage, wie kommen sie auf uns, und dann sagt jemand ein anderer Kunde hat sie empfohlen.“

Kosmetikstudio Schmidt, Seelow

Seelow, eine kleine Stadt ganz im Osten Brandenburgs.  Landkreis Märkisch-Oderland, nicht unbedingt ein  Ort, an dem man eine Beautyfarm erwarten würde. Frau Schmidt hat für sich einen klaren Anspruch formuliert:

Die eigene Kraft einsetzen für das Wohl anderer und damit selbst zufrieden und erfolgreich sein und auch Geld verdienen!

Bärbel Schmidt , Inhaberin

„Ich bin Fachkosmetikerin und Visagistin seit über 16 Jahren im Beruf. Ich habe 2 Geschäfte und 4 ganz tolle Mitarbeiter. Und bin jetzt selbständig seit 1993. Erst mal sehen wir den Menschen als Ganzen und arbeiten alle zusammen im Team, machen uns gemeinsame Gedanken, setzen uns regelmäßig zusammen bei Mitarbeiterbesprechungen, setzten uns gemeinsame Ziele und versuchen die nicht aus den Augen zu verlieren und arbeiten daran.“

Die Idee in Deutschland

Wir sind in Kontakt mit Unternehmen deutschlandweit, die unsere Ergebnisse bestätigen. Hier zunächst nur ein Beispiel dafür, weitere folgen.

Quorion Data Systems GmbH, Erfurt

Aus der ehemaligen Optima Schreibmaschinen GmbH ging trotz größter Anstrengungen einer der Geschäftsführer  war Rolf Pleßmann,

Er verlor nie den Glauben an die eigene Kraft und  hatte Vertrauen in die Fähigkeiten der Mitarbeiter und  gab nicht auf.

Durch einen Zufall traf er die deutschstämmige Familie Grüschow aus den USA. Grüschows hatten auch Erfahrungen in Fernost und begründeten daraus ihre Philosophie. Sie erkannten, dass in Erfurt eine gute  Plattform für ihre Ideen war und gründete die Firma „Quorion“.

Mit ihrer sehr offenen und ehrlichen Art schafften es Vater und zwei Söhne  in nur 8  Jahren, ein kleines „Weltunternehmen“ zu entwickeln, das jetzt bereits in 60 Länder modernste Kassen exportiert.

Frank Grüschow, Präsident:

„Wir haben ja die Tendenz in Deutschland, wir reden uns

oft selber schlecht Dieser kleine Aufkleber „Made in Germany“, das ist enorm wichtig, das glaubt man immer nicht.

Rolf Pleßmann:

„Wesentlicher Aspekte sind auch für eine solche Entwicklung, ich kann mit so einem Geschäft Geld verdienen und kann sagen, na gut, jetzt reicht es für mich. Aber hier ist es so, das alles das was dieses Jahr verdient wird  nächstes Jahr investiert wird. Wir sind 40 Leute, davon sind 20 in der Forschung und Entwicklung. Da fließt auch das Geld hin.“

www.quorion.de

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